Ernte

Dicke Staubwolken liegen über dem Land. Der Mähdrescher arbeitet. Es ist Erntezeit. In diesem Jahr zwar mit Sorgen begleitet, aber dennoch hat der Mähdrescher viel zu tun. Der Landwirt läßt einige Körner durch seine Finger rieseln. Sie sind die kostbare Ernte, die er stets im Blick hat. Auf sie ist sein ganzer Sinn gerichtet. Er schützt sie vor allem, was ihr schaden könnte: Feuer oder Nässe, Schädlinge oder Diebe. Die Ernte ist wertvoll und nichts, was mit ihr geschieht, bleibt dem Zufall überlassen. Diese Körner gleichen einem Menschen, der sein Leben mit Gott lebt. Gott hat ihn ganz im Blick, bewahrt ihn vor dem Verderben, gibt ihm Sinn und Zukunft.
Ganz anders die Spreu. Der Mähdrescher bläst sie auf’s Feld. Niemanden interessiert, wohin sie fällt und was aus ihr wird. Der Wind verweht sie. Spreu ist im Gegensatz zu den Körnern (fast) wertlos. Mancher fühlt sein Leben wie Spreu: leicht und sinnlos, getrieben von dem, was andere möchten, unruhig bei Tag und Nacht. Wie wird aus Spreu ein Korn?
Was in der Natur unmöglich ist, ist möglich bei Gott! Und mit Gott ist zu reden! Vertrauen Sie Ihr Leben dem Gott der Bibel an. Dann gleichen Sie den Körnern, die der Landwirt voller Freude in seine Hand nimmt.

"Wort zum Sonntag", von Karin Baudach, Pfarrerin in Lawalde,
veröffentlicht in der Sächsischen Zeitung vom 28./29. Juli 2018


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