Weihnachten, ein Fest der Geschenke!

E s sind nun nur noch wenige Tage bis Weihnachten. Zu Hause und auf den Straßen spürt man die Vorbereitungen auf das bevorstehende Fest. Geschäftig eilen die Menschen hin und her. Am 24. Dezember ist es dann so weit. ln meiner Kindheit sind wir Kinder Heiligabend Jahr für Jahr in die Kirche gegangen, um mit meiner Familie das Krippenspiel zu sehen. Von der Predigt haben wir meist wenig mitbekommen. Dazu waren wir Kinder stets viel zu aufgeregt, weil wir wussten, dass in dieser Zeit das Christkind kam und die Geschenke unter den Weihnachtsbaum legte. Und wenn wir nach Hause zurückkehrten, dann leuchteten unsere Augen, sobald wir all die neuen Spielsachen unter dem Weihnachtsbaum entdeckten. Wir wünschten uns, dass dieser langersehnte Abend möglichst nie zu Ende ginge.

Als Erwachsene erfuhr ich dann, dass das Schenken aus Liebe zu Weihnachten schon eine sehr weit zurückgehende Tradition ist. Denn Gott selbst hat damit angefangen. Und was für ein Geschenk. Gott schenkt uns seinen Sohn. In diesem neugeborenen Kind schenkt sich uns Gott selber. Er, der große und allmächtige Gott, betritt diese Erde so, wie wir alle sie betreten haben: als ein winziges und hilfloses Bündel Mensch.

Gott schenkt uns seinen Sohn und wir sind die Beschenkten. Von diesem ersten größten Weihnachtsgeschenk her bekommen alle unsere kleinen Weihnachtsgeschenke ihren Sinn. Mit ihnen geben wir Gottes Liebe an andere Menschen weiter und freuen uns über das Wunder der Weihnacht, welches Gott uns in dem Kind in der Krippe schenkte. Darum wünsche ich allen Lesern und Leserinnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und viele Geschenke!

"Wort zum Sonntag", von Christiane Zitzkat, Pfarrerin in Hainewalde,
veröffentlicht in der Sächsischen Zeitung vom 22. Dezember 2018