Alles Zufall!?

Die Frühlings- und Sommerzeit hat mir mal wieder neu gezeigt, wie schön unsere Region ist. Rapsfelder leuchteten gelb (dieses Jahr gefühlt länger als sonst!), üppiges Grün verwandelt sanfte Hügel (wozu da noch nach Irland fliegen?), und jeden Morgen erfreut mich das Vogelgezwitscher, das durch das Schlafzimmerfenster dringt (der schönste Wecker!). Die hellen, warmen Abende im Juni tun ein übriges und auch die Sommergewitter mit Regen (ja, den gab es sogar auch!) zaubern eine eindrückliche Stimmung. Lauter große und kleine Wunder. Zusammengehalten in einer erstaunlichen Feinabstimmung der Natur.

Der Karlsruher Physiker Thomas Schimmel fand heraus: „Selbst wenn die Naturkonstanten nur eine Tausendstel Sekunde schwanken, wäre danach alles biologische Leben auf diesem Planeten ausgelöscht.“ Es gab Zeiten, da lehrte die Naturwissenschaft einen seelenlosen Materialismus. Alles sei ein Werk irgendwelcher „Energien“, Moleküle, Atome. Dass es für das Wunderwerk des Lebens und des Kosmos einen Schöpfer geben könnte, wurde lächerlich gemacht und geleugnet. Und auch heute hört man noch oft den Satz: „Das hat die Natur so eingerichtet…“. Aber wer hat die Natur so schön und so präzise eingerichtet? Der Zufall?

Da halte ich es lieber mit dem Ausspruch eines Wissenschaftlers, der sinngemäß sagte: „Die Wahrscheinlichkeit, dass das alles hier zufällig entstanden ist, ist etwa so groß wie die Wahrscheinlichkeit, dass ein Tornado über einen Schrottplatz weht und eine betriebsfertige Boing 747 herstellt.“ ---Deshalb glaube ich an Gott, den Vater und Schöpfer. Das erscheint mir angesichts der Feinabstimmung in der Natur um einiges plausibler. Denn für den atheistischen Satz, alles sei „Zufall“- na, da brauche ich ganz schön viel Glauben. 

"Wort zum Sonntag", von Jonathan Hahn, Pfarrer der Kirchgemeinde Bernstadt a.d.Eigen,
veröffentlicht in der Sächsischen Zeitung vom 22./23. Juni 2019.