Willst du dabei sein?

Die Kirche hat viel zu bieten. Damit es so bleibt, sollte jeder etwas beitragen, ob mit oder ohne Glaube.

Würde es auffallen, gäbe es bei uns keine Kirche mehr? Nein, sagen einige, für mich spielt Kirche keine Rolle. Ja, sagen andere, das würde auffallen, es würde schrecklich leer und einsam sein.

Zur Kirche zu gehören, kann eine Frage der Solidarität sein. Viele suchen die Gemeinschaft der Kirche, um ihr Leben mit Inhalt und Zusammenhang zu füllen.

Mitten im Sommer stellen die Medien mit Blick auf veröffentlichte Statistiken fast beiläufig fest: „Kirchen in Deutschland verlieren Hunderttausende Mitglieder.“ Wem Kirche nichts (mehr) sagt, den bewegt das nicht weiter. Andere schmerzt es. Dabei hat Kirche nicht wenig zu bieten. So etwa kann es in einer gewöhnlichen Woche in einer unserer Kirchgemeinden aussehen: Dutzende Kinder und Erwachsene besuchen Woche für Woche vielfältige kirchliche Angebote und Kreise für verschiedene Altersgruppen. Eine Stunde in Gemeinschaft kann viel bewirken, sowohl für die Kleinen wie für die Großen. Menschen treffen sich, tauschen sich in den kleinen und großen Fragen des Lebens aus und natürlich denen des Glaubens. Es gibt Woche für Woche die Chance, über Gott und die Welt zu reden, zu beten, zu spielen, zu singen, Spaß zu haben. Dutzende Kinder und Erwachsene singen jede Woche in unseren Chören. „Musik ist ein Lebenselixier für mich“ ist nur ein Kommentar für das, was gemeinsames Singen bewirkt.

Seniorennachmittage, Kirchenkaffee, Ausflüge oder thematische Abende bieten die Möglichkeit, für eine Zeit die eigene Einsamkeit zu durchbrechen, andere zu treffen und mit Menschen über (existenzielle) Lebensfragen zu reden. Gottesdienste versammeln immer noch jeden Sonntag Menschen, um Kraft und Zuspruch für die alltäglichen Aufgaben und Herausforderungen zu bekommen. Die Begleitung Kranker. Sterbender und Trauernder hat einen festen Platz in unseren Gemeinden. Individuelle Gespräche mit Menschen, die gerade Bedarf haben zu reden oder einfach gehört zu werden, die ein Problem besprechen oder eine Lebensfrage vertiefen wollen, geschehen ständig. Kirchentüren werden geöffnet für Besucher. die einen Moment der Stille suchen oder die in einer unserer musikalischen Veranstaltungen einfach nur den Klängen lauschen möchten.

Gewiss würde es einen großen Unterschied machen, gäbe es keine Kirche mehr. Es liegt an Ihnen, dass es das alles gibt, was Kirche ausmacht und ausmachen könnte. Danke für das, was Sie beitragen, dass es Kirche weiterhin gibt. Willkommen in unseren Kirchen und Gemeinden.

"Wort zum Sonntag", von Matthias Mory, Pfarrer der Kirchgemeinde Oppach,
veröffentlicht in der Sächsischen Zeitung vom 27. Juli 2017


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