Inklusion
Der Kirchenbezirk Löbau-Zittau ist ein Modellkirchenbezirk Inklusion.
Was bedeutet das? Der Runde Tisch Inklusion hat 2 Kirchenbezirke ausgewählt. Sie sollen Vorbilder im Bereich Inklusion sein.
In unserem Kirchenbezirk gab es schon einige Projekte zum Thema, zum Beispiel ein Kunstprojekt gemeinsam mit Förderschülern und Gymnasiasten. Solche Projekte lohnen sich, aber den Mitarbeitenden fehlt oft die Zeit dafür. Deshalb hat man durch den Vakanzfond eine Stelle geschaffen, die nur für die Inklusion zuständig ist. Diese Stelle teilen sich Anne Kaufmann und Rosalie Renner. Beide haben selbst Erfahrungen in Inklusion. Zu ihren Aufgaben gehören auch Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung und Sensibilisierung für Inklusion.
Wir wollen zeigen, dass alle Menschen gewinnen, wenn sie sich mit Inklusion beschäftigen. Egal, ob sie zum Kirchenbezirk gehören oder nicht. Von Inklusion profitieren alle – Personen mit einem Rollator oder Kinderwagen, ältere Menschen oder auch Menschen, die nur wenig Deutsch verstehen oder die nicht lesen können.

Für Hinweise oder Ideen sind wir sehr dankbar. Deshalb gibt es diese anonyme Umfrage zur Inklusion im Kirchenbezirk Löbau-Zittau. Inklusion funktioniert schließlich nur zusammen.
Angebote: Es gibt verschiedene Angebote zu dem Thema. Einiges gibt es schon, anderes ist in Planung.
- Austauschgruppe für pflegende Angehörige: Sie findet jeden 1. Dienstag im Monat in Oderwitz statt. Hier gestalten alle gemeinsam einen sicheren Raum füreinander.
Flyer Austauschgruppe für pflegende Angehörige [PDF]

- Spielplatz-Fest: Ein Spielplatz in Cunewalde wird zum Inklusions-Spielplatz umgebaut. Darum gibt es am Sonntag, den 31. Mai, 11-17 Uhr ein lustiges Fest voller Spiel und Spaß.

- Kinderwoche: In Kooperation mit Jugendarbeit Barrierefrei vom Landesjugendpfarramt Dresden wird Anne Kaufmann am 4. bis 8. Juli 2026 eine Kinderwoche in Schmiedeberg unterstützen.
- Buntkariert – Wochenende für Familien mit Kindern mit Handicap: Das Angebot im Herbst ist für Familien da, bei denen der Alltag mehr Kraft braucht, weil ein Kind eine Behinderung oder Beeinträchtigung hat. Wir wollen wieder gemeinsam Zeit als Familien verbringen und eine kleine Auszeit in Lückendorf erleben.
Erwachsene 40 €, Kind 25 €
Flyer von Buntkariert 2026
Anmeldung zu Buntkariert

- Vortrag über Einfache und Leichte Sprache: Manche Menschen brauchen eine einfachere Sprache. Dafür gibt es Regeln, die diesen Menschen helfen. Rosalie Renner kann diese digital zugeschaltet und mit Hilfe einer Assistenz erklären und warum das überhaupt wichtig ist. Alle sind eben verschieden, auch in der Kommunikation – aber man weiß ohne Ausprobieren nicht, was ein Mensch braucht. Wichtig ist das Thema also für alle und Spaß machen kann es auch. Viele kleine Interaktionen lockern den Vortrag auf. Wir freuen uns über jede Anfrage!

- Verleih von Leinwänden: Von unserer Ausstellung „WERT_voll“ verleihen wir für 60€ pro Monat (verhandelbar) 12 Leinwände: 6 Leinwände mit Gedichten und weitere 6 mit gestalteten Sätzen und Bildern.


- Selbst-Erfahrung: Wir haben einen Rollstuhl-Parcours und verschiedene Brillen, die Sehbehinderungen simulieren. Damit kann man selbst kurz ausprobieren, wie es ist, mit einer Behinderung zu leben.
Mehr Informationen über Selbst-Erfahrung
- Abstecher in die Barrierefreiheit: Dabei werden mit interessierten Menschen die Gebäude angeschaut. Währenddessen nutzen alle Rollstühle und Brillen. Kommt man überall gut rein? Ist die Beschilderung auch für Menschen mit einer Sehbehinderung gut lesbar? Das prüfen wir gemeinsam. Rosalie Renner kann sich die Webseite der Gemeinde ansehen und die Barrierefreiheit dort überprüfen. Sie schaut zum Beispiel, ob der Internetauftritt einfach aufgebaut ist, gut zu lesen ist und verständlich ist.
Ermutigungen und Tipps
Manchmal will man schon gerne Inklusion umsetzen, aber da sind so viele Probleme und Zweifel in unseren Köpfen. Schaff ich das überhaupt? Wie mache ich das? Was ist, wenn ich was falsch mache? Brauchen wir das wirklich auch noch? Sie stoppen gute Ideen und Wünsche, die am Ende gar nicht so anstrengend sein müssen, wie wir denken. Nur anders als bisher. Deshalb listen wir hier hilfreiche Links, Materialien und Ermutigungen auf.
Und nicht vergessen: Wir sind da. Fragt uns einfach. Inklusion funktioniert zusammen am besten.




