Inklusion
Der Kirchenbezirk Löbau-Zittau ist ein Modellkirchenbezirk Inklusion.
Was bedeutet das? Der Runde Tisch Inklusion hat 2 Kirchenbezirke ausgewählt. Sie sollen Vorbilder im Bereich Inklusion sein.
In unserem Kirchenbezirk gab es schon einige Projekte zum Thema, zum Beispiel ein Kunstprojekt gemeinsam mit Förderschülern und Gymnasiasten. Solche Projekte lohnen sich, aber den Mitarbeitenden fehlt oft die Zeit dafür. Deshalb hat man durch den Vakanzfond eine Stelle geschaffen, die nur für die Inklusion zuständig ist. Diese Stelle teilen sich Anne Kaufmann und Rosalie Renner. Beide haben selbst Erfahrungen in Inklusion. Zu ihren Aufgaben gehören auch Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung und Sensibilisierung für Inklusion.
Wir wollen zeigen, dass alle Menschen gewinnen, wenn sie sich mit Inklusion beschäftigen. Egal, ob sie zum Kirchenbezirk gehören oder nicht. Von Inklusion profitieren alle – Personen mit einem Rollator oder Kinderwagen, ältere Menschen oder auch Menschen, die nur wenig Deutsch verstehen oder die nicht lesen können.

Für Hinweise oder Ideen sind wir sehr dankbar. Deshalb gibt es diese anonyme Umfrage zur Inklusion im Kirchenbezirk Löbau-Zittau. Inklusion funktioniert schließlich nur zusammen.
Angebote: Es gibt verschiedene Angebote zu dem Thema. Einiges gibt es schon, anderes ist in Planung.
- Ausstellung „Alle dabei?! Das ist nicht neu.“: Verschiedene Gruppen zeigen uns mit ihren Kunstwerken, dass bei ihnen alle dabei sein können. Inklusion ist also nicht neu und anstrengend. Ja, Gott macht alles neu. Das sagt die Jahreslosung. Dafür nutzt Gott aber auch Altes. Inklusion darf bekannt und leicht sein.
Hier findet ihr alle Infos zur Ausstellung. [PDF]

- Ausstellung „Was macht das Leben wertvoll?“: Diese Ausstellung besteht aus verschiedenen Bildern und Texten von Menschen mit Beeinträchtigungen. Mitarbeitende der Görlitzer Werkstätten und weitere Künstler aus Weißwasser und Zittau haben gezeichnet und Rosalie Renner hat ihre Gedichte gestaltet. Zusammen erinnern sie die Gäste an die Schönheit des Lebens.
Wir eröffnen die Ausstellung am 8. Oktober 2026 mit einer bunten Lesung.
Hier findet ihr alle Infos zur Ausstellung und Lesung. [PDF]

- Rollende Segenszeit: Egal, ob mit Bobbycar, Roller, Fahrrad, Skateboard, Rollstuhl oder Rollator usw. Alle dürfen ihr Fahrzeug mitbringen. Auf unseren Rädern werden wir Gottes Segen mal anders erfahren. Wer lieber zusieht, ist natürlich auch willkommen.
Danach gibt es noch Kuchen und Zeit zum Rumfahren und Zusammensein.
Hier findet ihr alle Infos zur Rollenden Segenszeit. [PDF]

- Buntkariert – Wochenende für Familien mit Kindern mit Handicap: Das Angebot im Herbst ist für Familien da, bei denen der Alltag mehr Kraft braucht, weil ein Kind eine Behinderung oder Beeinträchtigung hat. Wir wollen wieder gemeinsam Zeit als Familien verbringen und eine kleine Auszeit in Lückendorf erleben.
Erwachsene 40 €, Kind 25 €
Flyer von Buntkariert 2026 [PDF]
Anmeldung zu Buntkariert

- Fachtag „Alle ticken anders!“: Am 26. November 2026 planen wir von 13:30-18:30 Uhr im CVJM Löbau einen Fachtag über Neurodivergenz. Manche Gehirne funktionieren anders. Sie bekommen Diagnosen wie ADHS, Lese-Rechtschreib-Schwäche, Autismus usw. oder gar keine Diagnose. Anders sein ist okay. Das wollen wir ganz praktisch mit einem Vortrag von den Autorinnen von “Richtig anders – anders richtig” und Workshops entdecken. Wir wollen uns auch austauschen. Betroffene, Angehörige und verschiedenste Fachkräfte können sich hier auf Augenhöhe begegnen.
Flyer Fachtag Neurodivergenz [PDF]

- ElternKraftRaum: Jeden 1. Montag im Monat können sich hier Eltern von Kindern mit Behinderungen austauschen, ermutigen und gegenseitig helfen.
Flyer Austauschrunde für Eltern mit Kindern mit Behinderung [PDF]

- Austauschgruppe für pflegende Angehörige: Sie findet jeden 1. Dienstag im Monat in Oderwitz statt. Hier gestalten alle gemeinsam einen sicheren Raum füreinander.
Flyer Austauschgruppe für pflegende Angehörige [PDF]

- Vortrag über Einfache und Leichte Sprache: Manche Menschen brauchen eine einfachere Sprache. Dafür gibt es Regeln, die diesen Menschen helfen. Rosalie Renner kann diese digital zugeschaltet und mit Hilfe einer Assistenz erklären und warum das überhaupt wichtig ist. Alle sind eben verschieden, auch in der Kommunikation – aber man weiß ohne Ausprobieren nicht, was ein Mensch braucht. Wichtig ist das Thema also für alle und Spaß machen kann es auch. Viele kleine Interaktionen lockern den Vortrag auf. Wir freuen uns über jede Anfrage!

- Verleih von Leinwänden: Von unserer Ausstellung „WERT_voll“ verleihen wir für 60€ pro Monat (verhandelbar) 12 Leinwände: 6 Leinwände mit Gedichten und weitere 6 mit gestalteten Sätzen und Bildern.


- Selbst-Erfahrung: Wir haben einen Rollstuhl-Parcours und verschiedene Brillen, die Sehbehinderungen simulieren. Damit kann man selbst kurz ausprobieren, wie es ist, mit einer Behinderung zu leben.
Mehr Informationen über Selbst-Erfahrung
- Abstecher in die Barrierefreiheit: Dabei werden mit interessierten Menschen die Gebäude angeschaut. Währenddessen nutzen alle Rollstühle und Brillen. Kommt man überall gut rein? Ist die Beschilderung auch für Menschen mit einer Sehbehinderung gut lesbar? Das prüfen wir gemeinsam. Rosalie Renner kann sich die Webseite der Gemeinde ansehen und die Barrierefreiheit dort überprüfen. Sie schaut zum Beispiel, ob der Internetauftritt einfach aufgebaut ist, gut zu lesen ist und verständlich ist.
Ermutigungen und Tipps
Manchmal will man schon gerne Inklusion umsetzen, aber da sind so viele Probleme und Zweifel in unseren Köpfen. Schaff ich das überhaupt? Wie mache ich das? Was ist, wenn ich was falsch mache? Brauchen wir das wirklich auch noch? Sie stoppen gute Ideen und Wünsche, die am Ende gar nicht so anstrengend sein müssen, wie wir denken. Nur anders als bisher. Deshalb listen wir hier hilfreiche Links, Materialien und Ermutigungen auf.
Und nicht vergessen: Wir sind da. Fragt uns einfach. Inklusion funktioniert zusammen am besten.




