Konfessionelle Kooperation im Religionsunterricht

Der Modellversuch über zwei Schuljahre in der Klassenstufe 7 (2021/22) und 8 (2022/23) zur konfessionellen Kooperation im Religionsunterricht am Christian-Weise-Gymnasium Zittau ist genehmigt.

Die Religionslehrerinnen und -lehrer  der Fächer Evangelische und Katholische Religion freuen sich auf eine sachsenweit einzigartige Neuerung am Christin-Weise-Gymnasium Zittau.
Wir arbeiten seit  vielen Jahren fächerverbindend in Projekten sehr gut zusammen. Unser traditioneller ökumenischer Schuljahresabschlussgottesdienst und das Adventsprojekt sind nur zwei Beispiele fruchtbarer Arbeit.
Wir sind uns einig, dass der Religionsunterricht ein zeitgemäßes, offenes und interessantes Bildungsangebot für alle Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums sein muss.
Durch die konfessionelle Trennung entstehen ungleiche Lerngruppen, die zu ungerechten Lernbedingungen führen. Der gemeinsame Unterricht in einer Lerngruppe ist sinnvoll. Das ist nun in Klassenstufe 7 möglich und laut Positionspapier der Bischöfe beider großen  Kirchen in Sachsen vom 07.01.2019 auch erwünscht.
Eine konfessionsübergreifende  Lerngruppe in Klassenstärke wird für alle Kinder zu einem abgestimmtem und fachlich an beiden Lehrplänen orientierten Unterricht führen, ohne konfessionelle Unterschiede aufzuheben. Wir möchten die Gemeinsamkeiten der Konfessionen hervorheben und bestehende Unterschiede begreifbar werden lassen. Und das bei gleichzeitiger Offenheit für diejenigen Schüler, die sich keiner Konfession zugehörig fühlen. Dazu wurde eigens ein schulinterner Lehrplan erstellt, der von Fachberatern, dem Landesamt für Schule und Bildung Bautzen und dem Kulturministerium geprüft wurde.
Die konfessionelle Kooperation im Religionsunterricht bedeutet konkret, dass die evangelische Fachlehrerin Frau Göring und der katholische Fachlehrer Herr Dautz sich beim Unterrichten geregelt nach Lernbereichen abwechseln. Alle Schülerinnen und Schüler werden stets über die Konfession der aktuellen Lehrkraft informiert sein und die Themen möglichst aus beiden Sichtweisen – ökumenisch sensibel – gelehrt bekommen.

Wir freuen uns auf viele interessierte Schüler.

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